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Wasserkraftwerk an der Langarica. Bild: Roland Tasho

EuroNatur und BUND fordern zum Weltwassertag regionale Moratorien für den Bau von Wasserkraftwerken

Anlässlich des diesjährigen Weltwassertags fordern EuroNatur und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), wertvolle Auen und Naturrefugien an Flüssen nicht weiter Staudämmen oder Wasserkraftwerksprojekten zu opfern.

Allein auf dem Balkan sei der Neubau von über 2000 Wasserkraftwerken zur Stromerzeugung geplant. Die Bauwut bedrohe weltweit insbesondere sogenannte „kiesgeprägte Ströme“. Diese habe das Umweltbundesamt erst vor kurzem zum „Gewässertyp des Jahres 2016“ ernannt. EuroNatur und BUND fordern Moratorien für den Neubau von Wasserkraftwerken in Regionen, die besonders stark vom Ausbau der Flüsse bedroht sind.

„Wasserkraft gilt meist als saubere und umweltfreundliche Energiequelle. Dem ist aber nicht so, vielerorts geht ihre Nutzung mit Naturzerstörungen und Menschenrechtsverletzungen einher. Deshalb muss weltweit die Förderung solcher Staudammprojekte eingestellt und der Schutz der Flüsse und Auen deutlich verbessert werden", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.

Geschützt werden müssten auch die Rechte der lokalen Bevölkerung. Dies gelte aktuell vor allem für den Agua-Zarca-Staudamm am Fluss Gualcarque in Honduras, wo widerständige Naturschützer erst vor wenigen Tagen ermordet worden seien. Investoren müssten ihre Beteiligung an diesem für Menschen und Natur verheerenden Projekt sofort zurückziehen, forderte Weiger.

An naturzerstörenden Staudammprojekten auf dem Balkan wiederum seien die zur Weltbank gehörende International Finance Corporation und die Österreichische Entwicklungsbank beteiligt. Diese finanzierten beispielsweise die Zerstörung eines Nebenflusses der Vjosa in Albanien, die eine der letzten Wildflüsse in Europa sei. (mks)


Ein Hintergrundpapier zu den Wasserkraft-Projekten am Fluss Vjosa finden Sie über folgenden Link

 

 

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