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Industrie 4.0 heißt das Projekt der deutschen Industrie, Bildquelle : Hannover Messe

Mit Industrie 4.0 neue Investitionen starten

Die Deutschen Maschinenbauer wollen mit vernetzter Technologie kräftig wachsen: Plus zwei Prozent soll alleine die Produktion im laufenden Jahr zulegen, verkündete VDMA-Chef Festge in Hannover. Trotzdem könnte die die weiterhin geringe Investitionslaune der Branche einen Strich durch die Rechnung machen...

Deutschlands Maschinenbauer erlebten aufgrund verschiedener Ereignisse wie Kursschwankungen im Euro u.ä. 2014 ein Jahr der Umbrüche. Geht es nach dem Branchenverband VDMA, soll die Branche 2015 aber vor allem durch neue Lösungen punkten.

"Wir bestätigen unsere Produktionsprognose für 2015 von plus zwei Prozent. Trotz aller Unsicherheiten und Belastungsfaktoren in Europa sind die Maschinenbauer positiv gestimmt nach Hannover gekommen“, erklärte der Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) Dr. Reinhold Festge auf der Pressekonferenz des Verbandes anlässlich der Hannover Messe 2015 am 13. April 2015 in Hannover. Die Produktion in Deutschland stieg im Januar 2015 sogar um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

„Es fehlt nach wie vor an Investitionslaune, auch in Deutschland. Wir müssen weiterhin mit Störungen, vielleicht sogar mit Rückschlägen rechnen“, berichtete Festge. Der gesunkene Außenwert des Euro sorge derzeit aber weltweit für Rückenwind beim Verkauf von Maschinen. Auch die Exporte innerhalb Europas sollten in diesem Jahr auf Wachstumskurs bleiben. Gleiches gelte für die USA, zweitwichtigstes Abnehmerland des Maschinenbaus.

10.000 neue Arbeitsplätze bis 2018

Im Januar 2015 waren 1.003.000 Beschäftigte im Maschinenbau tätig. Im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 1,2 Prozent. „Wir wollen das hohe Beschäftigungsniveau halten und sogar noch erhöhen. Ich gebe zu: Das ist ehrgeizig! Aber mit der Fokussierung auf die Chancen von Industrie 4.0 können wir das schaffen“, bekräftigte der VDMA-Präsident. Der Maschinenbau brauche vermehrt Personal, um Produktionsprozesse neu zu gestalten.  Die aktuelle VDMA-Trendstudie zur IT und Automation im Maschinenbau kommt zum Ergebnis, dass die deutsche Maschinenbau-Industrie bis 2018 insgesamt zehntausend neue Arbeitsplätze in Zukunftsfeldern wie der Entwicklung von IT und Automatisierungstechnik braucht.

„Aktuell gibt es hier etwa zweitausend unbesetzte Stellen“, berichtete Festge. Gesucht werden vor allem Ingenieure mit Vertiefung im Bereich der Informatik, Informatiker, Softwaredesginer und in zunehmendem Maße auch Mitarbeiter mit einer Qualifikation im Bereich der Ergonomie.

Dr. Reinhold Festge, Präsident des VDMA, Foto: Tristan Rösler Photography

Industrie 4.0 - Zugpferd für deutsche Industrie?

Die Gründung der Plattform Industrie 4.0 – unter Beteiligung der Industrie, der Wissenschaft, der Verbände, der Politik und der Gewerkschaften - zeige die große Bedeutung des Themas. „Das ist ein starkes Signal für Industrie 4.0 made in Germany“, betonte Festge.  Entscheidend für die Schlüsselrolle des Maschinenbaus bei der Weiterentwicklung von Industrie 4.0 sei, dass diese Industrie mit ihren Produkten Datenquelle für die intelligente Produktion sei.

„Wir sind zugleich Anbieter und Anwender von Industrie-4.0-Technologien, gepaart mit der Innovations- und Marktführerschaft in vielen Bereichen und Segmenten“, sagte der VDMA-Präsident. Der Maschinenbau mache es möglich, Daten zu erfassen, sie auszuwerten und zu interpretieren und damit smarte Produktionsprozesse sowie neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund habe der VDMA auch ein eigenes Forum Industrie 4.0 geschaffen, das die Themen Forschung, Standardisierung, IT-Sicherheit, Produktionsorganisation sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Qualifizierung der Mitarbeiter vorantreibe.

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