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Der Vorstand der Wilo Gruppe (vlnr.): Dr. Markus Beukenberg (CTO), Eric Lachambre (COO), Oliver Hermes (Vorsitzender des Vorstands & CEO) und Carsten Krumm (COO). (Quelle: Wilo)

Wilo: Digitale Transformation im Fokus

Das Geschäftsjahr 2015 war für die Wilo Gruppe nach eigenen Angaben erfolgreich. Die Umsatzerlöse stiegen mit 6,7 Prozent stärker als erwartet und erreichten rund 1,3 Milliarden Euro. Auch die Profitabilität wurde gesteigert, EBIT und Konzernergebnis wuchsen noch kräftiger als der Umsatz.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr stand vor allem die digitale Transformation im Fokus. „Wilo hat 2015 auf seinem Weg in die digitalen Ära wichtige Weichen gestellt“, sagte der Vorstandsvorsitzende Oliver Hermes auf der Jahrespressekonferenz des Unternehmens in Düsseldorf, „so haben wir unsere Unternehmensstrategie konsequent vorangetrieben und um eine Digitalisierungsstrategie erweitert.“ Sichtbarer Ausdruck intelligenter Vernetzung und technologischen Fortschritts soll die neue Produktionsstätte werden, die bis 2018/2019 am Stammsitz Dortmund entstehen wird.

Die Weltwirtschaft wuchs entgegen der Prognosen der Experten langsamer als in den beiden Vorjahren. Einem leichten Anstieg des Wachstums in den Industrieländern stand eine Abschwächung der Wachstumsdynamik in den Schwellenländern gegenüber. Insbesondere das verlangsamte Wachstum Chinas sowie die Rezession in Brasilien und Russland trugen zu dieser Entwicklung bei. Das Wirtschaftsjahr 2015 war geprägt von fallenden Öl- und Rohstoffpreisen, einer kräftigen Aufwertung des US-Dollar sowie einer hohen Volatilität auf den Finanzmärkten.

Gute Geschäftsentwicklung in Europa

In Europa erzielte Wilo ein Umsatzplus von 6,2 Prozent. Die Umsatzerlöse stiegen um 43,8 Millionen Euro auf 744,7 Millionen Euro. Deutliche Umsatzsteigerungen wurden insbesondere in den osteuropäischen EU-Staaten und auf den britischen Inseln erreicht. Hier legten die Umsatzerlöse um über 20 Prozent zu. In den Mittelmeerstaaten stiegen die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 16 Prozent. Die gesamtwirtschaftliche Situation hat sich dort im Vergleich zum Vorjahr weiter stabilisiert, so dass insbesondere in Spanien aber auch in Italien Zuwächse erzielt werden konnten. Diese haben Umsatzrückgänge in Frankreich sowie in den nordischen und baltischen Staaten mehr als ausgeglichen.

Marktposition im Heimatmarkt behauptet

Im deutschsprachigen Raum bewegten sich die Umsatzerlöse im Berichtsjahr leicht über dem Vorjahresniveau. In Deutschland, dem größten Einzelmarkt der Wilo Gruppe, herrschte angesichts einer lebhaften Baukonjunktur Vollauslastung in den Handwerksbetrieben der SHK-Branche. Die Investitionen galten dabei jedoch weniger energieeffizienten Maßnahmen wie dem proaktiven Austausch veralteter Pumpentechnik im Gebäudebestand, als vielmehr dem verstärkten Aus- und Umbau von Bädern und Sanitäranlagen. Darüber hinaus dämpfte ein außergewöhnlich milder Winter die Nachfrage nach Heizungspumpen.

Südostasien gewinnt weiter an Bedeutung

In Korea, einem verhältnismäßig reifen asiatischen Markt, erzielte die Wilo Gruppe mit einer Umsatzsteigerung von 3,9 Prozent in lokaler Währung ein solides und nachhaltiges Wachstum. In Konzernwährung stiegen die Umsatzerlöse um über 15 Prozent. Dieser Erfolg basierte auf der starken Marktpräsenz, einer ausgeprägten Kundenorientierung und der hohen Innovationskraft. Mit ihren Qualitätsprodukten, individuellen Systemlösungen und Dienstleistungen hat Wilo seine gute Marktposition hier ausbauen können. Auch in Indien und insbesondere in Südostasien, wo die Umsatzerlöse um über 16 Prozent zulegten, verlief das Geschäftsjahr erfolgreich. Damit entwickeln sich die südostasiatischen Schwellenländer neben Korea, Indien und China zunehmend zu einer vierten wichtigen Säule der Geschäftsaktivitäten in Asien. Die Verlangsamung der wirtschaftlichen Dynamik in China machte sich auch für die Wilo Gruppe bemerkbar. Während in Konzernwährung eine Umsatzsteigerung von rund 15 Prozent erzielt wurde, waren die Umsatzerlöse in lokaler Währung leicht rückläufig.

Digitalisierung als Schlüsselfaktor für den Erfolg eines Unternehmens

Digitalisierung gilt inzwischen als Schlüsselfaktor für den Erfolg eines Unternehmens – auch in der Pumpenbranche. Sie verändert die gesamte Wertschöpfungskette, insbesondere aber Produktionsprozesse und Arbeitsabläufe. Wilo sieht in der Umsetzung der Digitalisierung in Produkten und Prozessen anspruchsvolle Herausforderungen, aber noch größere Chancen. In der Wilo Gruppe stehen deshalb alle Zeichen auf Digitalisierung und technologischen Fortschritt.

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