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Kläranlage Meckesheim wird umfassend modernisiert

Die Verbandskläranlage Meckesheim zwischen Mauer und Meckesheim wird umgebaut und um zusätzliche Becken erweitert. Grund dafür ist die gesetzliche Vorgabe des Wasserhaushaltsgesetzes. Diese fordert unter anderem das Erreichen eines guten ökologischen und chemischen Zustandes der oberirdischen Gewässer bis Dezember 2015.

Die Verbandskläranlage Meckesheim zwischen Mauer und Meckesheim wird umgebaut und um zusätzliche Becken erweitert. Grund dafür ist die gesetzliche Vorgabe des Wasserhaushaltsgesetzes. Diese fordert unter anderem das Erreichen eines guten ökologischen und chemischen Zustandes der oberirdischen Gewässer bis Dezember 2015.

Deshalb muss die Kläranlage Meckesheim zukünftig engere Grenzwerte für Phosphor und Ammonium-Stickstoff (NH4-N) einhalten. Pöyry übernimmt nach der Vor- und Genehmigungsplanung nun auch die Ausführungsplanung sowie die Vergabe und die Bauleitung für den Umbau. Das Consulting- und Engineering-Unternehmen ist seit vielen Jahren bei Optimierung und Umbau von einigen der größten Kläranlagen Deutschlands involviert.

2013 hatte Pöyry in einer Studie im Auftrag des Abwasserzweckverbands Meckesheimer Cent die Leistungsfähigkeit und Kapazität der Kläranlage überprüft. Dabei wurde festgestellt, dass die Zielwerte von 0,5 mg/l für Phosphor und 2,0 mg/l für Ammonium-Stickstoff derzeit nicht eingehalten werden können. Außerdem erfüllt die Kläranlage nicht die gesetzlichen Anforderungen an die Regenwasserbehandlung. Um zukünftig die Reinigungskapazität zu erhöhen und die Zielwerte zu erreichen, müssen umfangreiche Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen durchgeführt werden.

So werden unter anderem die bestehenden Nachklärbecken zu Umlaufbecken umgebaut. Dadurch kann das Volumen der vorhandenen Belebung von derzeit 2.314 m³ auf 4.560 m³ vergrößert werden. Für die Nachklärung werden zwei neue Rundbecken mit einem Durchmesser von je 31 Metern gebaut. Sie sollen auf dem Gelände der Verbandskläranlage zwischen der Bundestraße B 45 und dem Mauermer Weg entstehen. Zur gleichmäßigen Verteilung des Wassers aus den Belebungsbecken auf die beiden Nachklärbecken wird ein rundes Verteilerbauwerk errichtet. „Dieses entsteht in direkter Umgebung zu den Nachklärbecken. So können Rohrleitungsverluste und Flächenbedarf so gering wie möglich gehalten werden“, sagt Peter Achenbach, Leiter der Niederlassung Mannheim bei Pöyry.

Als weitere Baumaßnahmen sind ein neues Rücklaufschlammpumpwerk und ein Betriebsgebäude für eine neue Fällmitteldosierstation, einen Schaltraum und ein Lager geplant. Neben den Erweiterungen werden in einem zweiten Schritt auch Änderungen an bestehenden Komponenten der Verbandskläranlage vorgenommen. So werden beispielsweise die über 20 Jahre alten Motoren der Trocken- und Regenwetterpumpen durch neue Motoren mit hoher Energieeffizienz ausgetauscht.

Pöyry ist ein international tätiges Consulting- und Engineering-Unternehmen und bietet eine umfassende Dienstleistungspalette mit integrierten Lösungen entlang des gesamten Projektlebenszyklus. Pöyry bietet seinen Kunden Management Consulting sowie Dienstleistungen für Engineering und Projektabwicklung. Als globaler Konzern mit ca. 6.000 Mitarbeitern erzielte Pöyry 2014 einen Nettoumsatz von 571 Millionen Euro. In Deutschland ist das Unternehmen flächendeckend an 18 Standorten und mit ca. 650 Experten präsent.

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