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Eine neue App soll besser vor drohendem Hochwasser warnen

regiowarn: Hochwasserschutz per App

Die App regiowarn, gefördert vom Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen des Projekts „Produktive Hochwasserprognose“, informiert über Pegelstände, Wettermeldungen und andere Umweltdaten.

Die App regiowarn wurde im September im Rahmen des 13. Europäischen Katastrophenschutzkongresses in Berlin vorgestellt

Entwickelt wurde die Technologie der App, die öffentliche und nicht-öffentliche Umweltdaten erfasst, vom Beratungs- und Softwarehaus DMK E-Business GmbH gemeinsam mit seinen Partnern. Neben regionalen Warn- und Wettermeldungen stellt regiowarn auch eine Plattform zur Interaktion zwischen Endanwendern bereit und integriert nutzergesteuerte Informationen in seine Umweltdaten-Plattform.

Verfügbare Dienste reichen nicht aus

Ursprünglicher Gedanke des Projekts: Die Bevölkerung über die Auswirkungen von Umweltkatastrophen informieren. Das Jahrhunderthochwasser im Jahr 2002 und die Überflutungen in ganz Mitteleuropa im Sommer 2013 haben verdeutlicht, dass die verfügbaren Informationsdienste der einzelnen Bundesländer nicht ausreichen, um alle Bürger zu informieren. Abhilfe schafft regiowarn, das Interessierte plattformübergreifend als App bequem auf dem Smartphone oder am Desktop-PC nutzen können. Die Anwendung informiert Nutzer nicht mehr nur über Pegelstände, sondern bietet ihnen inzwischen auch Zugriff auf vielerlei weitere Umweltinformationen wie Wetterdaten oder Feinstaub-Messwerte.

Proaktiver Hochwasserschutz

Der Schutz vor und die laufende Information über Naturkatastrophen und andere unerwartete Gefahrensituationen ist Aufgabe und Ziel einer Reihe öffentlicher und privater Organisationen. regiowarn ist aus dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM), das das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie fördert, im Rahmen eines mehr als zwei Jahre andauernden Forschungsprojekts entstanden. Um der Bevölkerung verbesserte Umweltdaten und Prognosen zur Verfügung stellen zu können, haben sich DMK E-Business, die Geo-Office Gesellschaft für graphische Datenverarbeitung und Vermessung sowie die Professur für Hydrologie und Klimatologie des Instituts für Erd- und Umweltwissenschaften der Universität Potsdam zusammengeschlossen. Das Ziel: Die Entwicklung einer Infrastruktur, die zuverlässige, regionale Momentan-Information und Vorhersagen von Umwelt- und Naturkatastrophen offizieller Stellen und nutzergetriebener Sensordaten-Plattformen liefert.

App nutzt neueste Technologien

Inzwischen bietet die im Rahmen des Projekts entstandene App regiowarn nicht nur Informationen zum aktuellen Hochwasserstand, sondern liefert auch nützliche regionale Informationen, beispielsweise über Luftqualität, regionale Verkehrs- und Wetterdaten. Daneben ist es möglich, im Falle eines Hochwassers die Pegelstände von Gewässern zu berücksichtigen, die nicht von öffentlichen Stellen erfasst werden, wie etwa die der Weißeritz in der Region Dresden. Hierfür hat die Geo-Office Gesellschaft eine spezielle Low-Cost-Sensorik entwickelt.

Bürger können mitwirken

Interessierte können problemlos selbst am Projekt mitwirken: Entweder durch direkte Eingabe von Ereignissen in der regiowarn-App oder beispielsweise durch Beteiligung am Aufbau eines Low-Cost-Sensoriknetzes in einer der bestehenden Do-it-yourself-Initiativen. Die Bauteile eines solchen Low-Cost-Sensors sind zu günstigen Konditionen problemlos online erhältlich. Einmal im Garten aufgestellt, können die Sensoren ihre Daten an Websites wie luftdaten.info oder opensensemap.org übermitteln, auf die regiowarn über Schnittstellen zugreifen kann.

Infos über Fluchtrouten

Die App verwendet neben nutzergestützten Informationen auch offizielle Warninformationen. Darüber hinaus ermöglicht sie die Weiterleitung und das Teilen von Warnungen durch die Nutzer und sendet Push-Nachrichten direkt auf das Mobiltelefon. Eine weitere wichtige Funktion ist das Gefahrenrouting. Es zeigt Nutzern alternative Fluchtrouten, sollte etwa eine Brücke von Hochwasser überschwemmt sein. Im Praxiseinsatz, beispielsweise im öffentlichen Sektor, überzeugt die hohe Performance der App: Selbst große Datenmengen lassen sich mühelos verarbeiten. DMK E-Business ist derzeit auf der Suche nach Pilotprojekt-Partnern und stellt interessierten Unternehmen die entsprechende regiowarn-Infrastruktur bereit.

Das Unternehmen

Die DMK E-Business GmbH ist eine vom Bundesverband Digitale Wirtschaft als Trusted Agency ausgezeichnete und inhabergeführte Digitalagentur mit Hauptsitz in Chemnitz und weiteren Standorten in Berlin und Köln. Das interdisziplinär aufgestellte Team gestaltet und entwickelt als Partner für digitale Transformation und Digital Business Leadership nutzerzentrierte Geschäftsmodelle, Produkte, Services und Prozesse im Umfeld von E-Business und EGovernment.

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