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Natur- und Kulturraum: das Meer

Meere und Ozeane im Fokus

Fischrezepte und Tauchroboter, Flüchtlingsrouten und heiße Quellen am Meeresboden stehen im Februar auf dem Programm des Wissenschaftsjahres 2016*17 – Meere und Ozeane.

Knapp 14 Kilo Fisch hat jeder Deutsche 2015 im Durchschnitt gegessen – eigentlich eine gesunde und schmackhafte Bereicherung des Speiseplans. Leider sind etwa 30 Prozent der Fischbestände in den Meeren weltweit inzwischen überfischt. Auf dieses Problem möchte das Bundesforschungsministerium im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane aufmerksam machen und hat den Rezeptwettbewerb „Klug gefischt“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, Bürger dazu zu motivieren, Fisch aus nachhaltiger Fischerei zu konsumieren. Damit können Verbraucher dazu beitragen, die biologische Vielfalt in unseren Meeren und Ozeanen zu sichern. Gleichzeitig entdecken sie in nachhaltigen Alternativen möglicherweise ein neues Lieblingsgericht. Rezepte können mit Foto bis zum 14. April hier eingereicht werden. Eine fachkundige Jury wird die besten Gerichte im Sinne der Nachhaltigkeit küren. Auf die Gewinner warten attraktive Preise, darunter als Hauptpreis eine Mitfahrt auf einem Forschungsschiff für zwei Personen.

Probleme und Zukunftschancen

Unsere Ozeane sind nicht nur durch Überfischung gefährdet. Der Anstieg von CO2 führt zur Versauerung und Erwärmung der Meere, der Meeresspiegel steigt und Seestraßen werden vor allem im Mittelmeer zu lebensgefährlichen Routen für Flüchtlinge. Dies sind Herausforderungen, denen sich Wissenschaft, Politik und Gesellschaft stellen müssen. Die Akademie der Wissenschaften Hamburg lädt am 13. Februar in Kiel zu einer Podiumsdiskussion unter dem Titel „Das Meer als Natur- und Kulturraum“ ein. Über die Grenzen von Fachdisziplinen hinweg besprechen Experten aus Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften Probleme und Zukunftschancen unserer Ozeane. Der Termin ist Teil der Veranstaltungsreihe der Akademieunion zum Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane.

Meeresschützertag am 18. Februar

Bei der Veranstaltungsreihe „Wissenschaft kontrovers“ diskutieren Bürger und Wissenschaftler am 15. Februar in Karlsruhe, wie wir die Zerstörung des sensiblen Ökosystems Ozeane verhindern können. Auf dem Podium: Johann Kirchhauser vom Naturkundemuseum Karlsruhe und Dr. Jörg Lippold vom Institut für Geowissenschaften der Universität Heidelberg. Ganz dem Meeresschutz widmet sich die Organisation Sea Shepherd Deutschland am 18. Februar. Zum dritten Mal in Folge lädt die gemeinnützige Organisation die interessierte Öffentlichkeit ein, sich am Meeresschützertag 2017 ganztägig mit der Bewahrung der marinen Lebensräume zu beschäftigen. Die Veranstaltung findet in der Universität Bremen statt.

Südsee in Münster

Im Geomuseum Münster erfahren Interessierte am 21. Februar über eine spannende Forschungsreise in die Tiefen der Südsee. In seinem Vortag „Geologen auf See“ berichtet Prof. Dr. Harald Strauß vom Institut für Geologie und Paläontologie über heiße Quellen und blühendes Leben am Meeresboden. Er ist Teil der Vortragsreihe „Geologen unterwegs“

Eine Übersicht aller Veranstaltungen im Februar gibt es hier.

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