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Belasteter Boden, belastetes Grundwasser – zum Tag des Bodens erinnert der VKU an diesen simplen Zusammenhang

Internationaler Tag des Bodens

Der 5. Dezember ist der internationale Tag des Bodens. Grund genug, an einen simplen Zusammenhang zu erinnern: Wer Grundwasserressourcen schützen will, muss Böden schützen.

Der internationale Tag des Bodens wurde 2002 beim 17. Weltkongress der Internationalen Vereinigung der Bodenwissenschaften (International Union of Soil Sciences, IUSS) ins Leben gerufen. Der 1924 gegründeten Gesellschaft gehören heute fast 90 nationale sowie regionale Gesellschaften an, die insgesamt etwa 55.000 Wissenschaftler vertreten – im deutschsprachigen Raum die Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft (DBG), die Österreichische Bodenkundliche Gesellschaft (ÖBG) und die Bodenkundliche Gesellschaft der Schweiz (BGS). Zahlreiche Aktionen machen am Tag des Bodens auf die lebenswichtige Bedeutung der Böden aufmerksam. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag für Klimaschutz, Artenvielfalt und Nahrungsmittelversorgung – und den Grundwasserschutz.

Augenmerk auf den Boden

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) nutzte den Anlass, um erneut Position zu beziehen gegen Düngerechtsnovelle und Stoffstrombilanz. „Am Weltbodentag ist es für uns Kommunale ein besonderes Anliegen, das Augenmerk auf unsere Böden zu richten. Denn deren Schutz und der Trinkwasserschutz sind eng miteinander verknüpft”, so VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche. Wenn die Böden jedoch – etwa in Folge starker landwirtschaftlicher Düngung – zunehmend belastet seien, führe das insbesondere bei einem abnehmenden Nitratabbauvermögen zu steigenden Nitratkonzentrationen im Grundwasser. Auch die kürzlich vom Bundesrat verabschiedete Stoffstrombilanzverordnung werde daran nichts ändern, da sie eine Reihe neuer Schlupflöcher aufmache. „Wir verlieren damit erneut wertvolle Jahre für den Gewässerschutz, dabei ist es längst fünf nach zwölf. Die Gewässerqualität kann man sich nicht schönrechnen. Wir brauchen endlich ein echtes Steuerungsinstrument für den Schutz des Wassers. Andernfalls müssten die Verbraucher mit höheren Preisen und zusätzlichen Kosten bei der Trinkwasseraufbereitung rechnen“, so Reiche.

Einsatz von Komposten bleibt möglich

Der VKU begrüßt, dass in die Stoffstrombilanzverordnung eine sogenannte Länderöffnungsklausel aufgenommen wurde. Damit können die Länder den weiteren Einsatz von Komposten aus Bioabfällen ermöglichen, die zum größten Teil nicht auswaschbaren Stickstoff enthalten und zur Bodenverbesserung beitragen. Das, so der VKU, sichere die Kreislaufwirtschaft von Bioabfällen.   

Mehr Infos: Der VKU informiert mit dieser Grafik über die Zusammenhänge zwischen Landwirtschaft, Trinkwassergewinnung und  -verbrauch. 

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