GWF Wasser Abwasser
Der Blick zurück aus dem Abwasserkanal Emscher in die Baugrube hinein

Ein Fluss wird wiederbelebt

Trübes Wasser in Betonschalen – so kennt man die Emscher, wenn man in den Siebzigern oder Achtzigern im Ruhrgebiet aufwuchs. Das soll anders werden.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde aus einer dünn besiedelten Auenlandschaft der industrielle Ballungsraum Ruhrgebiet, aus der ungebändigten Emscher ein von Menschen geformtes System offener Abwasserläufe. Jetzt arbeitet die Emschergenossenschaft daran, das Emschersystem umzubauen. Das Abwasser der Emscher wird zukünftig in geschlossenen Kanälen abgeleitet, der Fluss und seine Nebenläufe werden Schritt für Schritt in naturnahe Gewässer umgebaut. Von Dortmund-Deusen bis zur Emschermündung bei Dinslaken wird mit dem Abwasserkanal Emscher ein gigantisches Bauwerk auf einer Länge von 51 Kilometern in bis zu 40 Metern Tiefe entstehen: das modernste Abwassersystem der Welt.

Impressionen eines Jahrhundertprojekts

Der Emscherumbau gehört zu den größten Bauprojekten in NRW. Derzeit entsteht ein Abwasserkanal unter dem Stadtgebiet von Oberhausen: eine insgesamt zehn Kilometer lange Doppelrohrtrasse. Aktuell nähern sich die Arbeiten der 7000-Meter-Marke. In einem Blog liefert die Emschergenossenschaft eindrucksvolle Ansichten.

Der abgetragene Boden wird über riesige Waggons hoch befördert und entsorgt
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