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Blick auf die Ammer am Grundwehr III flussabwärts während der Bauarbeiten

Ammer soll wieder frei fließen

Die Ammer ist ein besonders wertvolles Gewässer im Voralpenland. Bayern treibt den ökologischen Umbau dieses bedeutenden Flusssystems voran. Das Ziel: eine frei fließende Ammer.

Ulrike Scharf

Mit der Modernisierung des Grundwehrs III wurde jetzt bereits die fünfte Maßnahme zur Herstellung der vollständigen Durchgängigkeit der Ammer abgeschlossen. Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf betonte bei der Einweihung des Grundwehrs III in Weilheim: „Die Ammer ist ein ökologisches Juwel mit einem herausragenden Artenreichtum. Der Flusslauf der Ammer ist ein besonders sensibles Gebiet. Mit dem Umbau des Grundwehrs III sind wir unserem Ziel einer frei fließenden Ammer wieder einen großen Schritt näher gekommen. Dank der modernen Bauweise können die Fische auch bei wenig Wasser wandern. Naturfreunde finden ein natürliches und strukturreiches Gewässer vor, und Bootsfahrer können wieder sicher den Höhenunterschied überwinden. Wir sind auf dem besten Weg zu einer intakten Flusslandschaft.“ Die Kosten für den zwei Jahre dauernden Umbau des knapp 100 Jahre alten Grundwehres III in Höhe von gut 2 Millionen Euro trägt der Freistaat Bayern.

Vernetzung mit den Mooren im Alpenvorland

Im Mittelpunkt des Umbaus steht die Sohlgleite, eine besonders flache Rampe. Seit 2001 wurden damit fünf Querbauwerke umgestaltet. Insgesamt hat Bayern damit bereits rund 7 Millionen Euro in die naturnahe Gestaltung der Ammer investiert. Die Durchgängigkeit der Ammer ist Teil der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Die Ammer und ihre Zuflüsse vernetzen das Ammergebirge mit den Niederungen und Mooren im Alpenvorland. Der Fluss soll sich zu einem weitgehend renaturierten und vollständig durchgängigen Gewässer entwickeln können.

Unterstützung von Kanuten, Ammerallianz und Anglern

Unterstützt wurde der vom Wasserwirtschaftsamt Weilheim realisierte Umbau des Grundwehres III vom Weilheimer Kanuverband, von der Ammerallianz sowie dem Anglerverein Pfaffenwinkel. Die nächsten Maßnahmen zur Renaturierung der Ammer sind der Umbau des Peißenberger und des Oderdinger Wehres. Diese Projekte werden zeitgleich mit dem Hochwasserschutz „Weilheim Süd“ gestartet.

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