GWF Wasser Abwasser
Bayern investiert bis 2020 rund 3,4 Milliarden Euro in den Hochwasserschutz

Bayern investiert in den Hochwasserschutz

Bayern baut den Hochwasserschutz in der Fläche aus. In Niederbayern flossen in den vergangenen zehn Jahren 20 Millionen Euro in örtliche Schutzmaßnahmen.

Ulrike Scharf

Dazu betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf: „Hochwasserschutz hat in Bayern oberste Priorität. Hochwasser entsteht oftmals im Hinterland. Wirksamer Hochwasserschutz muss daher auch in der Fläche ansetzen. Der Schutz der Menschen vor Hochwasser ist eine historische wasserbauliche Kraftanstrengung für bestmögliche Sicherheit. Jede erfolgreich abgeschlossene Hochwasserschutzmaßnahme ist ein Stück Zukunftsverantwortung.“ Bayern setze dabei auf drei starke Pfeiler, so die Ministerin: „Natürlichen Hochwasserrückhalt, technische Maßnahmen und Vorsorge. Dabei wollen wir Nachhaltigkeit und effektiven Hochwasserschutz in Einklang bringen. Langfristiger Erfolg geht aber nur gemeinsam mit den Gemeinden. Wir unterstützen die Kommunen im Freistaat bei ihren örtlichen Maßnahmen. Allein in Niederbayern mit rund 20 Millionen Euro in den letzten zehn Jahren. Das ist bestens angelegtes Geld für eine hochwassersichere Zukunft der Menschen.“

Natürliche Rückhalteräume schaffen

Die Wasserrückhaltung in der Fläche – also im gesamten Einzugsgebiet, in den Auen und in den Gewässern selbst – kann im Hochwasserfall entscheidend zur Entschärfung der Gefahr für die Unterlieger beitragen. Dies gilt vor allem für Gewässer mit kleinem Einzugsgebiet. Deshalb werden kommunale integrale Hochwasserschutz- und Rückhaltekonzepte sowie die konkreten Umsetzungsmaßnahmen vom Freistaat Bayern besonders gefördert. Dazu gehören insbesondere Vorhaben zum ökologischen Gewässerausbau und die Schaffung und Verbesserung natürlicher Rückhalteräume. Insgesamt sind in Niederbayern zusammen mit den Gemeinden in den vergangenen zehn Jahren rund 300 Flusskilometer an Gewässern dritter Ordnung wieder in einen natürlichen Zustand gebracht worden. Daneben wurden Hochwasserrückhalteräume mit einem Gesamtvolumen von etwa einer Million Kubikmeter geschaffen – das entspricht etwa einem Fußballfeld, das rund 140 Meter hoch mit Wasser gefüllt ist.

3,4 Milliarden Euro bis 2020

Nach dem Junihochwasser 2013 hat die Staatsregierung beschlossen, die Anstrengungen im Hochwasserschutz weiter zu intensivieren und den Schutz der Menschen in Bayern vor den Naturgewalten noch schneller zu verbessern. Das Hochwasserschutzprogramm 2020plus ist die größte wasserbauliche Infrastrukturmaßnahme Bayerns. Insgesamt werden bis zum Jahr 2020 rund 3,4 Milliarden Euro in den Hochwasserschutz investiert.  

Weitere Informationen zum Hochwasserschutz in Bayern gibt es hier

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