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Wasserkraft: NRW hat nur noch wenig Ausbaupotenzial

NRW will Wasserkraft behutsam ausbauen

Eine Studie zur Wasserkraft in NRW zeigt, dass das Potenzial weitgehend ausgeschöpft ist. Umweltminister Remmel will die weitere Erschließung möglichst schonend gestalten.

NRW-Umweltminister Johannes Remmel

Im maximalen Szenario, so das Ergebnis der jetzt veröffentlichten Studie, lässt sich die Wasserkraftanlagenleistung noch um insgesamt 24,4 Megawatt erhöhen, im minimalen Szenario lassen sich noch 14,4 Megawatt realisieren. Bei einer bestehenden Anlagenleistung von derzeit 189 Megawatt bedeutet dies, dass bereits zwischen 77 und 86 Prozent des Potenzials der Wasserkraft in NRW ausgeschöpft ist. „Die Herausforderung ist es jetzt, das verbliebene Potenzial der Wasserkraft auf möglichst ökologische Art und Weise zu heben“, so Umweltminister Johannes Remmel. Mit der Strommenge aus diesem Potenzial könnten noch zwischen 19.200 und 34.700 Haushalte mit Strom versorgt werden. Bei der Potenzialstudie Wasserkraft handelt es sich um einen Teil der Schriftenreihe des LANUV zu den Potenzialen der Erneuerbaren Energien in NRW. In den Jahren zuvor waren bereits entsprechende Studien zur Windenergie, Solarenergie, Bioenergie, Geothermie und zum Potenzial von Pumpspeichern veröffentlicht worden.

Ausbau: Fokus auf große Anlagen und Repowering

„In unserer aktuellen Studie wurde nicht nur ein technisch-theoretisches Potenzial der Wasserkraft durch die Untersuchung potenzieller Standorte im ganzen Bundesland berechnet, es wurden auch Belange der Gewässerökologie und des Fischschutzes berücksichtigt“, so LANUV-Präsident Dr. Thomas Delschen. Mit der Veröffentlichung der Potenzialstudie Wasserkraft wird gleichzeitig ein Teil einer Maßnahme des Klimaschutzplans, in der es um die Hebung von Wasserkraftpotenzialen geht, erfüllt. Der Ausbau der bisher noch ungenutzten Wasserkraftpotenziale in Nordrhein-Westfalen soll insbesondere an großen Anlagen und durch Repowering bestehender Anlagen erfolgen.

Grundlastfähig und regelbar

Die Technik der Wasserkraftnutzung ist ausgereift, besitzt hohe Wirkungsgrade und kann je nach Standort eine gute Wirtschaftlichkeit erzielen. Die Wasserkraft leistet als grundlastfähiger und regelbarer erneuerbarer Energieträger einen wichtigen Beitrag im Transformationsprozess hin zu einer überwiegend regenerativen Stromproduktion. Da die Nutzung der Wasserkraft in Gewässern Einfluss auf den Lebensraum der aquatischen Fauna hat, müssen die Akteure der Wasserkraft die zum Teil widersprüchlichen Zielsetzungen sowie unterschiedlichen Interessen so weit wie möglich in Einklang bringen. Die Landesregierung will den Ausbau der Erneuerbaren Energien weiter vorantreiben.

„NRW soll Energieland bleiben“

„Nordrhein-Westfalen ist ein Energieland und wir wollen, dass das auch so bleibt“, sagte Minister Remmel abschließend. „Die Energieversorgung muss allerdings nachhaltig sein und darf nicht mehr mit gesundheits- und klimaschädlichen Emissionen verbunden sein. Daher forciert die Landesregierung den schnellstmöglichen Umstieg auf die Energiestruktur der Zukunft. Die Potenzialstudien des LANUV zeigen uns den Weg in diese erneuerbare Zukunft. Hier können wir sehen, welche erneuerbare Energie wo einen Beitrag zum Gelingen der Energiewende leisten kann.“

Die Potenzialstudie Erneuerbare Energien NRW Teil 5 – Wasserkraft kann hier heruntergeladen werden.

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