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Langfristig will Ford den Trinkwasser-Verbrauch in der Fahrzeugproduktion auf null reduzieren

Ford plant das Null-Liter-Auto

Das Umweltimage der Autobranche ist schwer beschädigt – in dieser Situation veröffentlicht Ford seinen 18. Nachhaltigkeitsbericht. Das Thema Wasser spielt eine große Rolle darin.

Wasser ist nicht nur ein wertvoller Rohstoff, sondern ein Menschenrecht – sagt die Unternehmensphilosophie. Daher plant Ford, bis 2020 den weltweiten Wasserverbrauch im Vergleich zum Jahr 2000 um fast drei Viertel zu reduzieren und hat nach eigenen Angaben einen großen Teil dieses Weges bereits zurückgelegt: Zwischen 2000 und 2015 seien rund 61 Prozent beim Wasserverbrauch eingespart worden. Langfristiges Ziel ist die Senkung des Trinkwasser-Verbrauchs in der Fahrzeugproduktion auf null.

Wasserverbrauch halbiert

Darüber hinaus können Ford-Zulieferer, die an freiwilligen Umweltschutz-Programmen teilnehmen, in den nächsten fünf Jahren potenziell bis zu zwei Milliarden Liter Wasser einsparen. Erst im vergangenen Jahr hatte Ford eine Fertigungslinie für den neuen 2,0-Liter-Ford EcoBlue-Dieselmotor im englischen Ford-Werk in Dagenham in Betrieb genommen, die den Wasserverbrauch bei der Motorenproduktion halbiert. Die jährlichen Wassereinsparungen in Höhe von 17,5 Millionen Liter Wasser alleine am Standort in Dagenham könnten bis zu sieben olympische Schwimmbecken füllen.

Globale Wasser-Koalition

Ford hat im Laufe der vergangenen Jahre mit mehreren führenden Organisationen zusammengearbeitet, um die Transparenz bei unternehmenseigenen Umweltinitiativen zu erhöhen. Ein Beispiel dafür ist die „Business Alliance for Water and Climate“, der sich Ford im Juni als erster Autohersteller angeschlossen hat. Die Organisation, die sich weltweit für die Analyse von Risiken und die Umsetzung von Lösungen rund um das Thema Wasser einsetzt, ist eine Partnerschaft zwischen den Vereinten Nationen, dem Carbon Disclosure Project (Non-Profit-Organisation), dem SUEZ-Konzern und dem World Business Council für Nachhaltige Entwicklung. Diese Koalition hat ein internationales Aktionsprogramm für Unternehmen speziell mit dem Schwerpunkt Wasserschutz entwickelt.

Partnerschaft mit Zulieferern

Ford will auch den ökologischen Fußabdruck seiner Zulieferer reduzieren durch eine erweiterte Partnerschaft für Umweltschutz-Programme, die von 25 Lieferanten im Jahre 2015 auf heute mehr als 40 in 40 Ländern angewachsen ist. Diese Partnerschaft für eine saubere Umwelt war ursprünglich auf Wasser- und Energieeinsparung fokussiert. Mittlerweile existieren auch Maßnahmen zur Reduzierung von Abfall, Kohlendioxid und Luftemissionen. Die CO2-Emissionen könnten, so das Unternehmen, auf diese Weise in den nächsten fünf Jahren weltweit um bis zu 500.000 Tonnen verringert werden.

Abwrackprämie für Diesel

Natürlich kommt der Nachhaltigkeitsbericht auch nicht um das Thema Diesel herum: Man biete derzeit derzeit „attraktive Prämien beim Kauf eines neuen Ford und gleichzeitiger Verschrottung eines Diesel-Gebrauchtfahrzeugs“. Weltweit investiert Ford außerdem bis zum Jahr 2020 4,5 Milliarden US-Dollar in den Ausbau seiner elektrifizierten Fahrzeugflotte. Ziel ist die Erweiterung des Produktportfolios um 13 neue, elektrifizierte Modelle. Damit wären im Jahr 2020 rund 40 Prozent aller Ford-Modelle auch als elektrifizierte Variante verfügbar.

In einem dreiminütigen Kurzfilm beleuchtet Ford seine globalen Anstrengungen in den Bereichen Umwelt und Nachhaltigkeit der vergangenen zwei Jahrzehnte.

Den vollständigen Bericht gibt es hier zum Download.

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