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Großprojekt in München

Das Maschinenbauunternehmen KraussMaffei Technologies GmbH blickt am Standort München auf eine lange Geschichte zurück. 1838 gegründet, fertigt das Unternehmen heute Spritzgusstechnik sowie Lokomotiven und Züge gemeinsam mit der Siemens AG. So modern das Produktportfolio des Maschinenbauers ist, so betagt war das Kanalsystem auf dem Firmengelände, das teilweise noch aus den 1930er Jahren stammt und zunehmend Undichtigkeiten aufwies.

Das Maschinenbauunternehmen KraussMaffei Technologies GmbH blickt am Standort München auf eine lange Geschichte zurück. 1838 gegründet, fertigt das Unternehmen heute Spritzgusstechnik sowie Lokomotiven und Züge gemeinsam mit der Siemens AG. So modern das Produktportfolio des Maschinenbauers ist, so betagt war das Kanalsystem auf dem Firmengelände, das teilweise noch aus den 1930er Jahren stammt und zunehmend Undichtigkeiten aufwies.

Das Unternehmen vergab den umfangreichen Sanierungsauftrag an die Arbeitsgemeinschaft Mennicke Rohrbau GmbH/KMG Pipe Technologies GmbH. Die Rohrsanierungsprofis waren rund sieben Monate im Einsatz.

Für die aufwendige Sanierung des rund 3.000 Meter langen Mischwasser-, Schmutzwasser- und Regenwasserkanals mit insgesamt sechs unterschiedlichen Nennweiten von DN 200 bis DN 450 wendete Mennicke das bewährte Schlauchliningverfahren mit dem SAERTEX-LINER Premium Typ M an, einem Rohr mit 4 mm Wandstärke aus Glasfaser, das werkseitig mit Vinylesterharz vorgetränkt ist. Der Liner wurde mittels einer Winde in den Schacht eingezogen und mit Druckluft aufgestellt, wobei er sich formschlüssig an das Altrohr anlegte.

Die Aushärtung erfolgte mittels einer UV-Lichterkette, die mit einer genau definierten Geschwindigkeit durch den Liner gezogen wurde. Mehrere Teilabschnitte sanierte das Team mit anderen Linersystemen, wie etwa dem Brawoliner, der besonders für Hausanschlusssanierungen geeignet ist. Ein 650 Meter langes, begehbares Eiprofil DN 1.650/1.100 bzw. 1.100/600 sowie zahlreiche weitere Schächte wurden manuell mit einem speziellen Mörtel saniert.

In den modernisierten Kanälen wurden von Mennicke und KMG insgesamt rund 250 Hausanschlüsse mittels Verpresstechnik bzw. Hutprofilen eingebunden und saniert. Der Auftrag umfasste zudem die Oberflächenwiederherstellung mit rund 40 sogenannten selbstnivellierenden Schachtabdeckungen, die sich Setzbewegungen des Asphalts besser anpassen können. Da auf dem Werksgelände häufig schwere LKW unterwegs sind, wurden die ursprünglichen Schachtabdeckungen der Belastungsklasse B durch Abdeckungen der Klasse D ersetzt, die Verkehrslasten von bis zu 40 Tonnen Stand halten. Um jeden sanierten Teilabschnitt sofort nach Fertigstellung wieder in Betrieb nehmen zu können, war das Mennicke Team Tag und Nacht im Einsatz.

„Durch die abschnittsweise Sanierung und die grabenlose Methode liefen die Bauarbeiten reibungslos und störten unsere Produktionsabläufe kaum“, sagt Roland Fröhlich, Leiter Facility Management und Energie- und Versorgungstechnik bei KraussMaffei. „Mennicke überzeugte uns nicht nur durch das wirtschaftlichste Angebot. Wir erhielten die komplette Sanierung und das fachliche Know-how unkompliziert aus einer Hand. Für uns ein großer Pluspunkt.“ Die Produktion von KraussMaffei in München ist nun auch in Sachen Kanalisation wieder auf dem neusten Stand.

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