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Umweltministerin Ulrike Höfken überreicht Karl-Heinz Müntnich die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz

Wachsame Augen statt Sensorik

Sie scheinen anachronistisch in Zeiten von Wasser 4.0, doch es gibt sie noch: die Pegelbeobachter. Unverzichtbar sind ihre Beiträge zur Wasserbewirtschaftung und Klimabeobachtung.

Allein in Rheinland-Pfalz sind derzeit derzeit 280 Pegelbeobachter im Einsatz. Einer von Ihnen ist Karl-Heinz Müntnich aus Treis-Karden im Landkreis Cochem-Zell, der jetzt für sein Engagement mit der Verdienstmedaille des Landes geehrt wurde. Umweltministerin Ulrike Höfen überreichte die Medaille im Namen von Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Seit 50 Jahren im Einsatz

„Diese Auszeichnung verleiht das Land an Persönlichkeiten, die sich über Jahre hinweg mit großem persönlichen Engagement und Sachverstand für das Wohl der Allgemeinheit eingesetzt haben“, sagte die Ministerin bei der Feierstunde in Mainz. Karl-Heinz Müntnich wurde geehrt für sein langjähriges Engagement als Pegelbeobachter. „Seit nunmehr 50 Jahren fährt Herr Müntnich zweimal pro Woche bei jedem Wetter von seinem Wohnort Treis-Karden zum Pegel nach Kloster Engelport, um den Wasserstand am Flaumbach zu überprüfen. Erst durch solche langjährigen Beobachtungen lassen sich Veränderungen im Wasserhaushalt erkennen und Beschreibungen des Klimawandels erstellen. Auch der Hochwassermeldedienst wäre ohne diese Daten undenkbar. Die Arbeit von Herrn Müntnich ist daher ein wesentlicher Beitrag zum Schutz von Mensch und Natur und eine Grundlage für die Gewässerkunde im Land“, würdigte Ministerin Höfken den Einsatz.

Kontinuierlich akribische Detailarbeit

Derzeit sind in Rheinland-Pfalz landesweit 280 Pegelbeobachter im Einsatz. Sie unterstützen die hauptamtlichen Mitarbeiter der Wasserwirtschaftsverwaltung und suchen die einzelnen Messstellen jahraus – jahrein regelmäßig auf, lesen den Pegel ab, warten und reinigen die Messstellen. „Pegelwächter wie Herr Müntnich leisten ein ehrenamtliches Engagement, das kontinuierlich akribische Detailarbeit erfordert sowie großen technischen und persönlichen Einsatz verlangt und das dennoch kaum im Licht der Öffentlichkeit steht. Umso beeindruckender ist es, wie anhaltend und verantwortungsvoll Herr Müntnich über 50 Jahre diese Aufgabe an ‚seiner‘ Messstelle ausgefüllt hat“, stellte Höfken heraus. Mit der Verdienstmedaille des Landes sprach Ministerin Höfken im Namen der Ministerpräsidentin ihren tief empfundenen Dank für dieses Lebensengagement aus und brachte die große Anerkennung des Landes für die Beobachtertätigkeit zum Ausdruck.

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